In Steinheim ohne Chance

 

Steinheim/Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen mussten am vergangenen Wochenende in Steinheim eine weitere Niederlage hinnehmen. Beim Tabellendritten unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Geiger/Ambrosch mit 37:27. 

Den besseren Start in die Partie erwischte die SG. Lächler eröffnete bereits nach 30 Sekunden aus dem Rückraum und deckte bereits im ersten Angriff die größte Schwachstelle der Gastgeber auf: Sobald im Rückraum mit langen Laufwegen und viel Bewegung gespielt wurde, kam der körperlich massive Abwehrriegel nicht mehr hinterher und wies des Öfteren riesige Lücken auf. Als erneut Lächler dann im Alleingang zum 0:2, zum 1:3, zum 1:4 und schlussendlich zum 1:5 traf, rieben sich die zahlreich erschienenen Zuschauer verwundert die Augen, zumal der TV nicht wie gewohnt aus der zweiten Welle erfolgreich war und die Kreisanspiele von der SG zu Beginn gut verteidigt wurden. Im Tor hatte die SG mit Kautzmann einen sicheren Rückhalt, der bereit in der Anfangsphase mehrere Würfe parieren konnte. Nach Däumlings Treffer zum 2:6 kam dann allmählich ein Bruch ins Spiel der SG.  Im Angriff biss sich die SG allmählich die Zähne aus und fand die anfangs vorhandenen Lücken nicht mehr, zudem kam der Torhüter des Gastgebers besser in die Partie. So konnte sich Steinheim in die Partie zurückspielen und erzielte beim 6:6 den Ausgleich. Janz konterte umgehend und erzielte das 6:7, Däumling traf anschließend beim 7:8 zur letzten SG-Führung der Partie. Im Anschluss nahm die Partie ihre zweite Wendung. Nach der konzentrierten und zielstrebigen Anfangsphase brach die SG regelrecht ein. Ursächlich dafür war vor allem die Aufmerksamkeit bei Abprallern nach Kautzmann-Paraden, die mehrfach den unbedrängten  Angreifern der Gastgeber in die Hände fielen. Zudem brachte sich die SG um jede Möglichkeit, aus schnellen Ballgewinnen Tore zu erzielen, weil die Konter ausnahmslos in den Armen der Gegenspieler landeten und umgehend zum Bumerang wurden. Steinheim drehte so das 7:8 in ein 15:8 (22.). Erst danach fing sich die SG langsam wieder, während Steinheim nun mit ordentlich Selbstvertrauen nahtlos anknüpfte und zur Pause auf 20:12 erhöhte. 

 

Die ersten drei Tore nach der Pause erzielten ebenfalls die Gastgeber, die dadurch mit 11 Toren in Führung gingen. Im Anschluss wechselte Steinheim ordentlich durch, was die SG nutzen konnte und durch Treffer von Schäffner, der mit sechs Toren und einigen guten Entscheidungen ein starkes Spiel zeigte, Priester, Franzisi und Däumling auf 24:18 verkürzte. Erneut war dabei Torhüter Kautzmann, der wiederum starke Paraden zeigte, der Schlüssel für viele schnelle Tore. Der Trainer der Gastgeber war in Alarmbereitschaft versetzt und zückte umgehend die grüne Karte. Im Anschluss konnte Steinheim drei Treffer zum 27:18 nachlegen, bevor Dubrowitsch und Schäffner zum 27:20 trafen. In der 50. Spielminute schnürte Schäffner einen Doppelpack, stellte auf 28:22 und ließ damit ein Fünkchen Hoffnung bei den mitgereisten Fans entstehen. Doch Steinheim spielte seine ganze Erfahrung voll aus, traf nach Lächlers Treffer zum 29:23 drei Mal in Folge und sicherte spätestens mit dem 32:23 (53.) den Sieg. Schlussendlich unterlag die SG mit 37:27.

 

Am Ende der Partie ist festzustellen, dass für die SG wesentlich mehr möglich gewesen wäre als eine Niederlage mit zehn Toren Differenz. Insbesondere die Bereitschaft, um jeden Abpraller zu kämpfen und einen koordinierten Gegenstoß auszuspielen, ist für die kommende Partie gegen den tabellenzweiten Reichenbach deutlich zu verbessern, um konkurrenzfähig zu sein. 

 

SG Kuchen-Gingen: Kautzmann, Trünkle im Tor, Schäffner (6), Lächler (9/5), Janz (1), Mann, Kühn, Zasada (1), Franzisi (2), Dubrowitsch (1), Däumling (5), Priester (2)

 

Zeitstrafen: TV Steinheim 2, SG Kuchen-Gingen 3 (Lächler, Franzisi, Dubrowitsch)

 

Siebenmeter: TV Steinheim 3/3, SG Kuchen-Gingen 6/5

 

Zuschauer: 100