Lange Gesichter nach Last Minute K.O.

Nenningen/Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen mussten im zweiten Derby binnen drei Wochen eine Niederlage hinnehmen. Bei der SG Lauterstein 2 unterlag die Mannschaft von Trainer Riethmüller äußerst unglücklich mit 30:31. 

Die ohnehin dünne Personaldecke der SG wurde durch die kurzfristigen Ausfälle von Freichel und Becker weiter geschwächt, zudem konnte der nach wie vor angeschlagene Mayer nicht mitwirken. Im Rückraum starteten daher Lächler, Däumling und Schäffner. Die zeigten sich vom Fehlen ihrer Mitspieler aber völlig unbeeindruckt. Aus einem starken Abwehrverbund heraus spielte die SG schnell und zielstrebig nach vorne, konnte immer wieder Lücken in der noch unformierten Lautersteiner Abwehr finden – und ehe sich die SG versah, stand es 1:6, was Lauterstein zu einer frühen Auszeit zwang. Im Anschluss fand auch Lauterstein in die Partie und zunehmend Lücken im bislang stark agierenden Abwehrverbund der SG Kuchen-Gingen. Über das 3:6 und 6:8 kämpften sich die Gastgeber bis zum Ausgleich beim 9:9 (17.) und übernahmen im Anschluss beim 10:9 sogar kurzzeitig die Führung. Doch die Gästemannschaft hielt dagegen und glich durch den starken Däumling aus, bevor Lächler zur erneuten Führung für die SG traf. Die Abwehr stand nach einer kurzen Schwächephase wieder besser, blockte wieder und wieder die Rückraumwürfe der Gastgeber, und im Tor bot Kautzmann mit mehreren Paraden einen sicheren Rückhalt für seine Mannschaft. So setzte sich die SG bis zur Halbzeit auf 15:17 ab. 

Nach Wiederbeginn neutralisierten sich beide Mannschaften zunächst, bis zum 18:20 durch Schäffner blieb der Vorsprung der SG bei zwei Toren. Im Anschluss versuchte Lauterstein mit einer offensiven Deckung gegen Däumling und Lächler, den Spielfluss der SG nachhaltig zu stören. Die SG nutzte den sich ergebenden Raum jedoch aus und erhöhte in der Folge durch Zasada auf 18:23 (40.). Schnell stellte Lauterstein zurück auf einen 6:0-Verbund und ließ den beiden Rückraumspielern der SG wieder mehr Raum. In der Folge tat sich die SG schwerer, Tore zu erzielen. Der 5 Tore-Vorsprung hatte Bestand bis zum 23:28 (51.). Danach brachte Lauterstein mit zwei schnellen Toren die Halle hinter sich, während die Kräfte bei der SG angesichts der dünnen Personaldecke langsam schwanden. Thrun und Kümmel stellten dann mit zwei weiteren Toren beim 27:28 den Anschluss her, bevor Däumling sich im 1 gegen 1 durchsetzte und die Gemüter der SG etwas beruhigen konnte. So biss sich Lauterstein zurück in die Partie, konnte wiederum den Anschluss uns den Ausgleich erzielen. Lächler hielt mit seinem Strafwurf zum 29:30 dagegen, bevor Lauterstein erneut den Ausgleich erzielen konnte. Die letzten zwei Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Lächler bekam im folgenden Angriff ein äußerst strittiges Stürmerfoul gegen sich gepfiffen, wodurch Lauterstein bei noch einer zu spielenden Minute in Ballbesitz kam. Routiniert spielte die Mannschaft die Zeit herunter, bevor Kümmel vier Sekunden vor Ende das Spielgerät im Tor der SG unterbringen konnte und die Heimmannschaft damit jubeln ließ. 

Am Ende der Partie konnte man in betretene Gesichter der SG-Akteure blicken, hatte man doch den Großteil der Partie immer wieder stark in Abwehr und Angriff agiert und gute Lösungen gegen die Heimmannschaft gefunden. Am Ende konnte die SG einen 5 Tore-Vorsprung nicht über die Zeit bringen und brachte damit die Gastgeber wieder ins Spiel. Die SG steht mit 2:4 Punkten auf Tabellenrang 10, in der kommenden Woche wartet das Heimspiel gegen den TSV Bad Saulgau auf die Mannschaft von Riethmüller. 

SG Kuchen-Gingen: Kautzmann, Preiss im Tor; Schäffner (1), Lächler (8/4), Dollinger, Paluszkiewicz (2), Mann (1), Janz, Zasada (4), Franzisi (2), Dubrowitsch, Däumling (10/1), Priester (2)

Zeitstrafen: SG Lauterstein 2, SG Kuchen-Gingen 3 (2 x Zasada, 1 x Dubrowitsch)

Siebenmeter: SG Lauterstein: 3/3, SG Kuchen-Gingen 6/5