Blackout mit schweren Folgen
 
Steinheim/Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen mussten am vergangenen Wochenende eine deutliche 40:31-Niederlage hinnehmen. Beim Titelaspiranten TV Steinheim führte eine zehnminütige Torflaute zur deutlichen Pleite.
 
Lange Zeit sah es dabei so gar nicht nach einer Niederlage für die SG aus. Steinheim startete etwas besser in die Partie und ging durch einen verwandelten Siebenmeter von Rau in Führung. Freichel glich aus, bevor Steinheim auf 4:2 davonzog. Lächler und Däumling hielten in der Phase die SG im Spiel, die bis zur 10. Spielminute bereits sieben Gegentore hinnehmen mussten. Beim 7:6 brachte Däumling noch einen Strafwurf im Gehäuse der Gastgeber unter, bevor diese bis auf 11:6 davonziehen konnten und auf 5 Tore Differenz stellten. Die Einwechslung von Tim Trünkle brachte dann die erhoffte Wende im Spiel der Riethmüller-Schützlinge. Neben Trünkle, der einige Paraden verzeichnen konnte, riss vor allem Mayer im rechten Rückraum das Spiel nun an sich und trug mit seinen Toren dazu bei, dass die SG nach und nach aufholen konnte. Mayer stellte quasi im Alleingang von 11:8 (17.) auf 15:15 (26.) und erzielte damit den Ausgleich. Lächler erzielte beim 16:17 sogar die erste SG-Führung der Partie, bevor Rau zum 17:17-Halbzeitstand traf.
 
Zwei schnelle Tore zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Zasada und Mayer brachten die SG dann mit zwei Toren in Führung, die bis zum 18:20 durch Däumling gehalten werden konnte. Bis zur 40. Spielminute verlief die Partie noch ebenbürtig, dann stellte Steinheim auf eine offensive 3-2-1-Abwehrvariante um. Dies sollte sich als entscheidender Kniff der Steinheimer Bank entpuppen. Ganze 10 Minuten lang konnte sich die SG keine klare Torchance mehr erspielen, scheiterte ein ums andere Mal mit halbherzigen Würfen am Torhüter, zeigte technische Fehler und schwache Zuspiele. Steinheim nutzte die Unsicherheit eiskalt aus, lief Konter um Konter und zog bis zur 50. Spielminute uneinholbar auf 31:22 davon. Im Anschluss war die Partie entschieden. Beide Mannschaften erzielten noch je neun Tore zum 40:31-Endstand.
 
Am Ende der Partie muss sich die SG fragen, warum die Abwehrumstellung derart ins Gewicht fiel und dazu führte, dass keine Torchancen mehr herausgespielt werden konnten. Auf der anderen Seite zeigte sich Steinheim in Topform und im Stile einer Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielt. Auch die angespannte Personalsituation der SG, bei der Dennis Brentrup aufgrund seiner Schiedsrichtertätigkeit nicht zur Verfügung stand, spielte sicher eine Rolle, was sich in den entscheidenden Minuten dann bemerkbar machte. Die SG rutscht durch die Niederlage auf Rang acht ab und steht mit 3:5 Punkten im hinteren Teil der Tabelle. Der Blick muss sich somit in Richtung Tabellenkeller richten. Für die Mannschaft von Trainer Riethmüller steht nun somit einiges an Arbeit bevor. In der kommenden Woche gastiert die SG beim nächsten Württembergliga-Absteiger TV Reichenbach.
 
SG Kuchen-Gingen: Kautzmann, Trünkle im Tor; Schäffner, Lächler (4/2), Paluszkiewicz (1), Ruckstädter, Zasada (3), Freichel (4), Mayer (12), Becker, Däumling (6/4), Kühn (1)
 
Zeitstrafen: SG Kuchen-Gingen 6 (2 x Freichel, 2 x Däumling, Zasada, Kühn), TV Steinheim 8
 
Siebenmeter: SG Kuchen-Gingen 6/7, TV Steinheim 3/4