Niederlage zum Saisonende

 

Friedrichshafen/Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen sind mit einer Niederlage im Gepäck vom Bodensee zurückgekehrt. Gegen die HSG Friedrichshafen-Fischbach unterlag die Mannschaft mit 34:33.

 

Der Start in die Partie verlief dabei eigentlich nach Maß. Mayer und Ambrosch stellten schnell auf 2:0 und zeigten, dass die SG mit der nötigen Portion Siegeswillen in die Partie ging. In der Anfangsphase konnte die SG die offensive HSG-Abwehr immer wieder mit starken Einzelaktionen von Däumling und Ambrosch bezwingen, oder der Ball wurde auf Mayer abgelegt, der sich dann durchschlagskräftig präsentierte und den Ball im Netz der Heimmannschaft unterbrachte. Über 2:4 und 5:7 setzte sich die SG ab, um dann bis zur 20. Spielminute auf 9:13 davonzuziehen. Die SG hatte in der Phase die Zügel klar in der Hand. Dabei ließ die Mannschaft von Trainer Frey aber die letzte Konsequenz im Torabschluss vermissen und brachte klare Torchancen nicht im Gehäuse der HSG unter. Mehrere vergebene Chancen aus der ersten oder der zweiten Welle führten schlussendlich dazu, dass die HSG bis zur Pause auf 16:18 aufschließen konnte und damit wieder in Schlagdistanz zur SG war.

Vom Spielverlauf war die zweite Spielhälfte dann identisch. Die SG zeigte sich zunächst als die klar bessere Mannschaft und erspielte sich einen kleinen Vorsprung. Lächler verrichtete eine hervorragende Abwehrarbeit auf der vorgezogenen Position, traf dann im Gegenstoß zum 19:22 und zum 19:23. Damit schien die SG wieder auf dem richtigen Weg. Wieder vergab die SG jedoch aussichtsreiche Torgelegenheiten, zudem ließen die beiden Unparteiischen nach einer eher kleinlichen Regelauslegung in Halbzeit eins nun viele Situationen laufen. So nutzte sich die SG nach und nach an der nun sattelfesteren Abwehr der HSG Friedrichshafen-Fischbach ab. Das Publikum in der Bodenseesporthalle schaltete für die Schlussphase auch noch einen Gang höher und peitschte die Heimmannschaft nach vorne. Nach dem 24:27 durch Ambrosch rollten einige Gegenstöße aufs Tor von Bernd Frey zu, was sich schlussendlich im Ausgleich durch Fischinger bemerkbar machte und der HSG Oberwasser verschaffte (29:29, 52.). In der Schlussphase entwickelte sich dann eine enge Partie, In der zunächst Friedrichshafen auf 32:30 davonzog. Die Achse Schraml – Pozan hielt allerdings stark dagegen, gleich mehrmals setzte der Mittelmann seinen Kreisläufer hervorragend ein. Weil jedes mal mehrere Abwehrspieler den Torwurf entscheidend störten wurde jedes mal auf Strafwurf entschieden, welche Lächler zum 32:31, 33:32 und 34:33 im Gehäuse unterbrachte. Nachdem die letzte HSG-Aktion im Sande verlief hatte die SG dann och 15 Sekunden, um zum Ausgleich zu kommen. Die HSG konnte aber ein Foul erzwingen und so blieb nur noch ein direkter Freiwurf, der nichts einbrachte.

Am Ende der Partie steht eine Niederlage, die die SG aufgrund der schlechten Wurfausbeute selbst eingeläutet hat. Die vielen Vergebenen Chancen in Halbzeit eins und Halbzeit zwei verhinderten einen höheren Vorsprung und ließen zudem die HSG wieder aufholen, die mit dem Sieg den Landesliga-Verbleib feiern konnte. Mit der Niederlage belegt die SG in der Schlusstabelle nun den elften Rang. Für die Mannschaft um Kapitän Ambrosch ist die Saison damit aber noch nicht beendet. In der kommenden Woche steht noch das Final Four im Bezirkspokal an. Im Halbfinale gegen den Bezirksligist TV Treffelhausen will die SG nochmals alles in die Partie werfen, um das Finale und den möglichen Pokalsieg zu erreichen und damit einen versöhnlichen Abschluss zu feiern.

SG Kuchen-Gingen: Seyfang, Frey im Tor; Lächler (7/5), Ambrosch (7/2), Freichel (1), Schraml, Pozan (4), Hagmann (1), Kühn, Franzisi, Mayer (5), Becker (3), Scibik, Däumling (5)

Zeitstrafen: HSG Friedrichshafen-Fischbach 4, SG Kuchen-Gingen 2 (Lächler, Pozan)

Siebenmeter: HSG Friedrichshafen-Fischbach 3/3, SG Kuchen-Gingen 7/9