Zu Gast auf den Fildern

Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen sind am kommenden Freitagabend zu Gast bei der HSG Ostfildern. Das Spiel in der Ruiter Sporthalle wird um 20:30 Uhr angepfiffen.

Die HSG Ostfildern, in der letzten Saison noch in der Württembergliga aktiv, steht aktuell mit 18:4 Punkten auf dem zweiten Tabellenrang. Die von Michael Schwöbel und Mathias Wichary trainierte Mannschaft konnte in der Vorwoche mit 26:31 bei der HSG Friedrichshafen-Fischbach doppelt punkten. Die beiden Saisonniederlagen musste die HSG gegen Tabellenführer Hegensberg-Liebersbronn und den TV Brenz hinnehmen, ansonsten zeigte die Mannschaft teils überzeugend hohe Siege, wie zum Beispiel das 39:19 gegen Frisch Auf Göppingen 2. Beachtlich ist dabei, dass die Mannschaft wohl mit den jüngsten Kader der Liga aufweist und viele Spieler aus der A-Jugend-Bundesligamannschaft fester Bestandteil im Herrenkader sind. In den bisherigen Spielen zeigte die HSG eine große mannschaftliche Geschlossenheit und konnte durch eine Starke Abwehr in Verbindung mit einer schnellen ersten Welle überzeugen.

Die SG Kuchen-Gingen steht nach der deftigen Niederlage gegen den SC Vöhringen dagegen fast mit dem Rücken zur Wand. Mit 7:13 Punkten rangiert die SG nur knapp vor der Abstiegsregion. Gegen Vöhringen zeigte die SG zwei unterschiedliche Halbzeiten, konnte im ersten Durchgang in der Abwehr nicht energisch genug zupacken, während in der zweiten Spielhälfte zu viele Fehler im Angriff gemacht wurden. Das ernüchternde Endresultat von 26:40 zeigte den Handlungsbedarf, den die SG derzeit hat. Zudem ist nach wie vor der Einsatz von Ambrosch und Schraml fraglich, die beide noch an Verletzungen laborieren. Ostfildern steht auf dem Papier also klar in der Favoritenrolle. Dennoch – für die SG gibt es keine Ausreden und nur die Flucht nach vorne. Die Mannschaft muss für das Spiel am Freitag eng zusammenrücken und um jeden Ball kämpfen – in der Abwehr wie im Angriff. Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten, sagt man. Die SG will sich der Herausforderung stellen, mit allem was dazugehört: Stabile und aggressive Abwehrarbeit, schnelles Umschalt- und Tempospiel, zielführende Spielhandlungen, einen konsequenten Torabschluss und ein sauberes Rückzugverhalten sind die Zutaten für einen harten Fight. Am Freitagabend wird sich dann zeigen, in welche Richtung es für die SG geht.