Fehlstart lässt Heimserie reißen

 

Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen haben am vergangenen Samstag gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn verloren. Die Mannschaft von Trainer Andreas Frey unterlag dem Tabellenführer mit 26:33.

Die SG hatte sich für die Partie viel vorgenommen. Nach der schmerzlichen Derbyniederlage gegen den TV Altenstadt sollte gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer die Trendwende nach zuletzt vier sieglosen Spielen eingeläutet werden. Auf dem Spielfeld folgte dann schnell Ernüchterung. Bis zum 2:2 konnte die SG noch mithalten, doch tat sich die Mannschaft gegen die massive 6-0 Abwehr der SG Hegensberg-Liebersbronn sehr schwer. He-Li konnte einfache Ballgewinne in der zweiten Welle sehr konsequent verwerten und dem Spiel den Stempel aufdrücken. Eine frühe Auszeit von SG-Trainer Frey brachte nicht den gewünschten Erfolg und verpuffte schnell wieder. He-Li zog, angeführt von Kapitän Sokele, binnen sechs Spielminuten bis auf 3:9 davon (12.). Erst zur Mitte der ersten Halbzeit erwachte die SG Kuchen-Gingen und konnte immer dann torgefährlich agieren, wenn das Spiel schnell gemacht wurde. Zudem konnte Florian Lehrmann in mehreren Szenen seine Klasse unter Beweis stellen und freie Würfe parieren. Es entwickelte sich kein besonders ansehnliches Spiel, doch mit zunehmender Spieldauer verstand es die SG KuGi besser, die sich bietenden Chancen zu nutzen. Nach dem 4:10-Rückstand (16.) konnte die SG bis zur 22. Spielminute wieder auf 12:14 heranrobben und lag auf Schlagdistanz. Symptomatisch für die derzeitige Form war dann die letzte Szene vor der Halbzeit: Bei nur noch wenigen verbleibenden Sekunden bis zur Sirene führte die SG einen Freiwurf aus. Ein schneller Ballverlust lud He-Li zu einem einfachen Gegenstoß ein und führte zum 12:16-Halbzeitstand

Trainer Frey versuchte in der Halbzeitpause, seinen Spielern neuen Mut einzuflößen. Die 2. Halbzeit entpuppte sich jedoch als Spiegelbild der ersten: Erneut startete die SG schlecht, musste drei schnelle Gegentore hinnehmen und sah sich plötzlich einem 12:19-Rückstand konfrontiert. Wieder zeigte sich He-Li hochmotiviert, insbesondere im Tor zeigte sich die Mannschaft stark aufgestellt, und knöpfte der SG mehrere Bälle ab. Die Mannschaft konnte sich so bis auf 14:24 absetzen (38.). Damit war die Partie bereits entschieden. Hegensberg-Liebersbronn tat in der Folge nicht mehr als nötig und ließ die SG noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Ohne weitere besondere Vorkommnisse endete die Partie 26:33.

Für die SG Kuchen-Gingen richtet sich der Blick damit Richtung Tabellenende. Mit 7:11 Punkten steht die SG nun auf dem neunten Tabellenrang und schielt in Richtung der Abstiegsränge. Die Niederlage gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn ist indes auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Zum einen präsentierte sich die SG He-Li als bärenstarke Mannschaft, die zurecht von der Tabellenspitze grüßt. Zum anderen zeigte die SG auch die eine oder andere Schwäche. Wie schon in Altenstadt war die SG im Rückzugsverhalten zu langsam und musste mehrere Tore nach schneller Mitte oder aus der 2. Welle hinnehmen. Maßgeblich für die Niederlage waren dann die schlechten Starts in beide Halbzeiten. Für die kommenden Partien muss die SG nun eng zusammenrücken und sich noch mehr als verschworene Einheit präsentieren. Nur der absolute Siegeswille hilft der SG aus der aktuellen Situation heraus.

SG Kuchen-Gingen: Lehrmann, Seyfang, Trünkle im Tor; Lächler (5), Paluszkiewicz (3), Schäffner, Pozan (2), Hagmann, Kühn (3/2), Franzisi, Mayer (7), Becker (4), Freichel (1), Däumling (1/1)

Zeitstrafen: SG Kuchen-Gingen 2 (Kühn, Pozan), SG Hegensberg-Liebersbronn 3

Siebenmeter: SG Kuchen-Gingen 3/5, SG Hegensberg-Liebersbronn 5/7