Gerechte Punkteteilung in Schorndorf

 

Schorndorf/Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen haben in Schorndorf ein 30:30-Unentschieden erreicht. Nach knapper Führung für Schorndorf in der Schlussphase kämpften sich die Mannen des Trainergespanns Geiger/Frey zurück und glichen kurz vor Ende aus.

 

Beide Mannschaften legten einen nervösen Beginn hin. Viele technische Fehler und Fehlpässe prägten die Anfangsminuten, in denen Ambrosch und Mayer zum 2:3 und damit zur frühen Führung einnetzten. Im weiteren Verlauf der Anfangsphase neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig. Kuchen-Gingen hatte immer wieder Probleme im Rückzugsverhalten und wurde nach eigenem Torerfolg von der schnellen Mitte der Schorndorfer überrascht. Auch Schorndorf zeigte defensive Schwächen, bei denen Ambrosch, Däumling und Mayer ihre individuelle Klasse im 1 gegen 1 zeigen konnten. Zur Mitte der ersten Halbzeit konnte Schorndorf dann einen Gang zulegen und nach einigen Fehlwürfen der SG Kuchen-Gingen auf 11:8 davonziehen. Trainer Frey bat seine Mannen zur Auszeit und stellte in der Abwehr auf eine 5-1 Formation um. Die Maßnahme zeigte Wirkung, da der starke Schorndorfer Rückraum seine Durchschlagskraft nicht mehr entfalten konnte und im Gegenzug Steck sich ein ums andere mal durch die Abwehr durchtankte und beim 13:12 den Anschluss markierte (23.) Auch im Tor gewann die SG Kuchen-Gingen mehr und mehr an Sicherheit, Torhüter Lehrmann konnte einige Freie Bälle entschärfen und entschied das Torhüterduell klar für sich. Folglich markierte Hagmann von der 7m-Linie erst den Ausgleich, um dann zur Führung zum 15:16 zu treffen (28.). Mit 17:17 ging es in die Kabinen.

 

Kuchen-Gingen konnte das hohe Tempo aus der ersten Halbzeit mit in die zweite nehmen. Scibik, Mayer und Eroglu trafen zum schnellen 17:20. Die agile 5-1 Abwehr ließ den Schorndorfer Rückraumschützen dabei kaum Entfaltungsmöglichkeiten und zwang diese zu überhasteten Abschlüssen. Doch statt weiter davonzuziehen verzettelte sich die SG im Angriff in Einzelaktionen und zeigte wieder technische Fehler, insbesondere in der 2. Welle, die unmittelbar zum Gegentor führten. Schorndorf glich so zum 20:20 aus (43.). Im Anschluss entwickelte sich das Spiel zum offenen Schlagabtausch. Hagmann traf in der 49. Minute zum 23:24. Als in der 53. Spielminute der stärkste Rückraumakteur der Schorndorfer, Alexander Gora, mit der dritten 2-Minuten-Strafe vom Feld gestellt wurde, schien sich das Blatt zu Gunsten der SG zu wenden. Ambrosch traf in Überzahl vom Siebenmeterpunkt zur erneuten Führung. Doch Schorndorf gab nicht auf und kämpfte sich mit dem Heimpublikum im Rücken zurück. Allen voran stellte Oehm nun Kuchen-Gingen immer wieder vor Herausforderungen, setzte sich im 1 gegen 1 geschickt durch, traf zur Schorndorfer Führung und legte das 30:28 nach (58.). Doch auch die SG legte nochmals alles in die Waagschale. Ambrosch traf zum 30:29, Steck tankte sich anschließend durch und traf zum Ausgleich. Nach einem Stürmerfoul hatte die SG sogar noch 30 Sekunden Zeit, den Siegtreffer zu erzielen, doch ein Torerfolg von Steck wurde nach vorherigem Foul nicht gegeben und der verbleibende Freiwurf konnte nicht verwandelt werden. So trennten sich beide Mannschaften letztlich mit einem gerechten Unentschieden.

 

Die SG Kuchen-Gingen zeigte dabei, dass sie aus den Fehlern der Vorwoche gelernt hatte und eine deutlich bessere Abwehrarbeit im 5-1 Verbund an den Tag legte. Mit einer besseren Chancenauswertung zu Beginn der 2. Halbzeit hätte sich die SG den Spielverlauf sicher besser zurecht legen können. Doch auch die SG Schorndorf zeigte eine gute und kämpferische Leistung, was den Endstand schließlich für beide Mannschaften gerecht werden lässt.

 

 

SG Kuchen-Gingen: Lehrmann, Trünkle im Tor; Eroglu (2), Ambrosch (10/6), Steck (5), Schraml, Pozan (1), Kruschina, Hagmann (5/3), Franzisi (1), Mayer (4), Scibik (1), Däumling (1)

 

 

Siebenmeter: SG Kuchen Gingen 11/9; SG Schorndorf 3/2

 

 

Strafminuten: SG Kuchen-Gingen 2 (Mayer); SG Schorndorf 10 (Gora 6, Pflug 4)