Vorne hui, hinten pfui

Kuchen. Die Landesliga-Handballer der SG Kuchen-Gingen haben ihr Heimspiel gegen die SG Schorndorf mit 33:39 verloren. Bester Torschütze auf Seiten der SG war dabei erneut Mayer mit 10 Treffern.

Die SG Kuchen-Gingen startete verhalten in die Partie, während die Schorndorfer Rückraumschützen schon zu Beginn auf Betriebstemperatur waren. Die offensive 5-1 Deckung der Gastgeber konnte Gora, Beller und Bajrovic nicht entscheidend am Torwurf hindern. Nach dem frühen 0:2-Rückstand eröffnete Mayer dann auch für die SG, woraufhin sich eine relativ ausgeglichene Partie entwickelte, bei der Schorndorf immer 2 bis 3 Tore in Führung lag. Beide Mannschaften spielten mit weit geöffnetem Visier und legten wenig Wert auf eine gute Abwehrarbeit. Vielmehr wurde die zur Verfügung stehende Energie in Angriffsaktionen gepackt. Zur Mitte der Halbzeit konnte die SG dann nach einigen gelungenen Aktionen zum 9:9 ausgleichen (15.). Schorndorf traf aus dem Rückraum weiter nach Belieben und stellte im Anschluss auf 9:12. Erneut kämfte die SG sich heran, der starke Scibik erzielte beim 13:14 den Anschlusstreffer und Ambrosch glich per Siebenmeter zum 15:15 aus (23.).

Der Halbzeitstand von 18:20 zeigte der SG dabei deutlich auf, wo die Schwachstellen in der ersten Halbzeit lagen. Infolge dessen stellte Trainer Frey zu Beginn der zweiten Halbzeit auf eine 6-0 Abwehrvariante um. Schorndorf musste in der Folge länger um einen Torerfolg kämpfen, zudem kam Mayer in Torlaune zurück auf das Spielfeld und konnte sich ein ums andere Mal durchsetzen. Beim 24:24 glich Däumling den Spielstand erstmals wieder aus, bevor erneut Mayer dann beim 27:26 die erste SG-Führung der Partie erzielte.  Der Schorndorfer Trainer rief seine Mannschaft anschließend zusammen und zog der SG damit den Zahn: Zwei Kempa-Treffer leiteten einen Schorndorfer 9:1-Lauf ein, an dessen Ende ein 29:35 auf der Anzeigetafel aufleuchtete und die SG 10 Spielminuten vor dem Ende geschlagen war. Ursache dafür war unter anderem die Deckungsumstellung der Schorndorfer, die auf eine offensive 3-2-1-wechselten und damit die Räume für die SG-Akteure eng machte. Die resultierenden Fehlwürfe konnte Schorndorf dann in schnelle Gegenstöße ummünzen und so der SG uneinholbar davonziehen. Die Partie endete nach weiteren Treffern beider Mannschaften mit 33:39.

Insbesondere die nachlässige Abwehrarbeit war dabei die Ursache für die Niederlage. Mit 39 Gegentoren kann kaum ein Spiel gewonnen werden. Daran gilt es für die SG in der kommenden Woche ausgiebig zu feilen, bevor dann am nächsten Spieltag die Neuauflage des Derbys gegen den TV Altenstadt auf dem Programm steht.

SG Kuchen-Gingen: Lehrmann, Trünkle im Tor; Ambrosch (8/5), Steck (1), Schraml, Pozan (5), Hagmann (3), Dürner, Franzisi, Mayer (10), Scibik (4), Däumling (2), Eroglu

Zeitstrafen: SG Kuchen-Gingen 2 (Pozan, Frey), SG Schorndorf 5

Siebenmeter: SG Kuchen-Gingen 5/5, SG Schorndorf 2/2